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FaktenCheck:CORONA 1

Rechte Hygiene-Demos

(ergänzt in der Neuauflage von FCC Nr.1)

von Joe Bauer

Auch wenn das Eingeständnis von Ratlosigkeit als Makel gilt, bin ich angesichts der „Hygiene“- und „Querdenken“-Aufmärsche mit Urteilen über die Teilnehmenden noch vorsichtig. Bei den Massentreffen in Stuttgart, der neuen Hauptstadt der Bewegung, traute ich oft meinen Augen nicht: Unter konträren Freak-Verbindungen mit Deutschland- und Pace-Fahnen verwirrt eine scheinbar banale Bio-Markt-Alltäglichkeit. Und so fürchte ich in diesem Kreuz und Quer zwischen Existenzangst-Erlöser und Impfstoff-Satan, dass jede Hoffnung auf ein baldiges Ende des Spuks eine Form von Dummheit wäre.

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FaktenCheck:CORONA 1

Newsletter: Neuauflage/Nachdruck von FCC Nr.1

Auch die Neuauflage ist seit 20.5.20 vergriffen. Die nächste Ausgabe erscheint Mitte Juni

Liebe Freundinnen und Freunde von FaktenCheck:CORONA,

im Namen des FCC-Teams möchten wir uns mit diesem Newsletter bei allen bedanken, die durch 237 Bestellungen von bisher mehr als 32.000 Exemplaren für einen sehr vielversprechenden Start des neuen Projekts gesorgt haben.

Da wir nach dem 1.Mai bereits vergriffen waren, konnten wir 50 Bestellungen noch nicht beliefern und haben uns deshalb zu einem aktualisierten Nachdruck entschlossen.

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FaktenCheck:CORONA 1

Aktueller Werbezettel für FCC 1

FaktenCheck:CORONA

Die Solidarität in den Zeiten der Pandemie

Wir zahlen nicht für eure Krise

Die Corona-Pandemie war dutzendfach angekündigt. Es gab SARS 2003 und MERS 2012.

Die Bundesregierung in Berlin gab 2012 eine Risikoanalyse in Auftrag. Diese wurde „unter Federführung des Robert- Koch-Instituts“ durchgeführt und am 3. Januar 2013 als Bundestagsdrucksache 17/12051 veröffentlicht. Darin wird eine Pandemie beschrieben, wie wir sie jetzt erleben. Was geschah seither? Weitere 120 Krankenhäuser wurden geschlossen. Das Pflegepersonal wurde verstärkt ausgedünnt. Die Bevorratung mit Schutzkleidung wurde abgebaut.

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FaktenCheck:CORONA 1

Editorial

Liebe Leserin, lieber Leser,

bittere Zeiten erfordern besondere Anstrengungen und breite Solidarität. Ein Team aus verschiedenen linken Strömungen hat diese neue Publikation binnen einer Woche aus der Taufe gehoben (siehe S.2 + 8). Es knüpft an den erfolgreichen Projekten FaktenCheck:HELLAS (2015) und FaktenCheck:EUROPA (2016-2018) an. Zu befürchten ist: Diese Krise wird uns noch länger herausfordern. Damit müssten wir weitere Ausgaben erstellen. Wir bitten um Verbreitung und Unterstützung! Bleiben Sie gesund, engagiert und kämpferisch.

Für das FCC-Team: Winfried Wolf

Wer Faktencheck:CORONA bestellen möchte, schickt eine Bestellung mit Angabe der Zahl der bestellten Exemplare (ab 100 Ex. = 15 Cent!) und der Postadresse an folgende E-Mail-Adresse faktencheckcorona@gmail.com  Telefonisch ist das möglich unter 01797745527

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FaktenCheck:CORONA 1

Masken ja – Maulkorb nein!

Eine Doppelkrise mit großen Gefahren und einigen Chancen

von Winfried Wolf

Wir erleben derzeit eine Doppelkrise, eine Erschütterung der gesellschaftlichen Ordnung, wie es eine solche seit dem Zweiten Weltkrieg nicht gab: Es gibt sie auf der Ebene der Pandemie. Und sie existiert in Form einer ökonomischen Krise im Ausmaß der Weltwirtschaftskrise 1929-1933.

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FaktenCheck:CORONA 1

Die Argumente der Coronaleugner

von Winfried Wolf

22.04.2020

Die Debatte über die Corona-Pandemie wird in linken Kreisen kontrovers, oft auch verbissen geführt. Die Gefahren des Virus werden relativiert oder bestritten oder in einen großen Plan gebettet. Ihre Argumente sollen einer ernsthaften Prüfung unterzogen werden.

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Corona Prime bei Amazon

von Violetta Bock

Bei Amazon arbeiten auch in Corona-Zeiten weiter Tausende an den verschiedenen Standorten. Allein in Bad Hersfeld sollten 1.500 Beschäftigte ohne nennenswerte Hygienemaßnahmen Jeff Bezos noch reicher machen. Die Angst unter den Beschäftigten war greifbar. „Viele sind total verängstigt, wir arbeiten ja noch in großen Mengen zusammen. Das Management gibt so praktische Tipps wie: Hände waschen, Abstand halten und die Regeln einhalten,“ so ein Gewerkschaftsaktivist in Bad Hersfeld. Das meiste, was Amazon dort vertreibt – Klamotten und Alkohol – ist nicht systemrelevant. Ein Produktionsstopp wäre absolut machbar. „Von uns fordern viele, Amazon für die nächsten Wochen zu schließen und die Leute bezahlt freizustellen.“ Anfangs hatte Amazon lediglich die Essensausgabe in der Kantine abgestellt, treffen konnte man sich dort trotzdem. Außerdem erhalten alle, die arbeiten zwei Euro mehr die Stunde. Eine Anwesenheitsprämie, die bei den niedrigen Löhnen die Leute dazu bringen soll, trotz Virus-Gefahr zur Arbeit zu kommen. Amazon gnadenlos liefern. Nicht zuletzt sehen sie nun wohl die Chance, den Einzelhandel platt zu machen.

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Auf das Virus folgt Erkenntnis

von Volker Lösch

Corona verklart – und fordert zum Widerstand auf. Man hört bereits: Alles soll dafür getan werden, das alte System unverändert wieder hochzufahren. Wie nach dem Bankenfiasko 2008. Man hat nichts kapiert. Doch es gibt auch Grund zur Hoffnung. Denn der sogenannte Mainstream wird derzeit auf Themen aufmerksam, die für die meisten bisher nur eine untergeordnete Rolle gespielt haben. Nehmen wir die Beispiele Gesundheit und Ungleichheit.

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Einfach Krank: Stuttgart 21 systemrelevant

von Sabine Leidig

Als vor bald 10 Jahren im Schlossgarten von Stuttgart tausende Menschen mit Polizeigewalt angegriffen wurden, horchte die Republik auf. Hier soll ein milliardenteures unterirdisches Tunnelprojekt den bestehenden Bahnhof inmitten der Stadt ersetzen und oberirdisch den Weg für Immobilieninvestoren frei machen … obwohl der Stuttgarter Hauptbahnhof preisgekrönt und einer der pünktlichsten war; obwohl nachweislich Bahnkapazität vernichtet und weder Kosten noch Risiken seriös kalkuliert waren. Hunderte alte Bäume, denkmalgeschützte Bauwerke, demokratische Rechte und preiswerte Alternativen wurden geopfert. Die „oben bleiben!“-Protestbewegung wuchs großartig.

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Bergamo – keine „rote Zone“

Hunderte hätten gerettet werden können

von Angela Klein

Es gibt Bilder, die eine Epoche prägen und sich tief in das kollektive Gedächtnis eines Landes einbrennen. Unvergesslich werden den Italienern auf Jahre hinaus die Bilder bleiben, die Bürger von Bergamo in der Nacht des 18.März von ihren Fenstern aus aufnahmen: Siebzig Militärlastwagen durchquerten die Stadt in Grabesstille, einer nach dem anderen, langsam, zum Zeichen des Respekts: Sie transportierten Leichen. Sie brachten sie in Städte außerhalb der Lombardei, denn der Friedhof, das Leichenhaus, die zum Leichenhaus umgewandelte Kirche und das Krematorium reichten nicht mehr.